Der Vorstand der Deutschen Wildtierstiftung, Prof. Klaus Hackländer lässt keinen Zweifel daran, dass Feuerwerke und Böller bei den Wildtieren schwerwiegende Folgen haben.
Die Winterruhe der Igel und Eichhörnchen wird massiv gestört, andere Wildtiere werden aufgeschreckt und versuchen, dem Lärm durch weitläufige Flucht zu entkommen. Bei Rehen werden dabei wertvolle Energiereserven aufgebraucht, die die Tiere unter anderem für die erste Milch ihrer Kitze im Mai aufsparen müssten. Für Tiere mit hochsensiblem Gehörsinn wie z.B. Füchse ist der Lärm ebenfalls eine sehr große Belastung.
Jede Silvesternacht kostet unzählige Vögel das Leben, die in der Dunkelheit panisch gegen Wände oder Glasfenster fliegen. In den Alpen stürzen sogar Gämsen von Felswänden ab, wenn in den Bergen ein Feuerwerk gezündet wird.
„Eine Kohlmeise verliert schon in einer normalen Nacht etwa zehn Prozent ihres Körpergewichts“, erklärt Prof. Klaus Hackländer. Wenn die Vögel tagelang immer wieder durch Böller aufgeschreckt werden, haben sie weniger Zeit für die Futtersuche und können den Energieverlust vielleicht gar nicht mehr rechtzeitig auffüllen.
Wir appellieren daher für einen leisen Jahreswechsel – mit Wunderkerzen statt Feuerwerken!


